Es ist allgemein bekannt, dass Schwangere einen besonderen Kündigungsschutz genießen. Damit verbunden steht für viele Frauen jedoch die Frage offen, wann sie ihre Vorgesetzten über die Schwangerschaft informieren müssen und ob der Kündigungsschutz auch greift, bevor der oder die Vorgesetzte offiziell über die Schwangerschaft aufgeklärt wurde. Ebenso kann es vorkommen, dass jemand die Kündigung erhält, noch bevor die Schwangerschaft festgestellt wurde. Es kann sich hierbei nur um wenige Tage handeln, in denen sich Kündigung und Schwangerschaftsfeststellung überschneiden. Doch diese Tage sind entscheidend für den Kündigungsschutz.

Wann müssen Arbeitgeber über die Schwangerschaft informiert werden?

Arbeitnehmerinnen müssen ihre Vorgesetzte nicht zwingend direkt nach Feststellung der Schwangerschaft informieren. Da gerade innerhalb des ersten Schwangerschaftsdrittels die Gefahr eines Abgangs relativ hoch ist, ist es völlig legitim, erst nach der 12. Schwangerschaftswoche dem Arbeitgeber Bescheid zu geben. Kündigungsschutz genießt die Mitarbeiterin dennoch: Sollte sie innerhalb dieses Zeitraums die Kündigung erhalten, muss sie dem oder der Vorgesetzten innerhalb einer Frist von zwei Wochen Mitteilung über die bestehende Schwangerschaft machen. Ansonsten ist die Kündigung rechtens.